Das Warten hat ein Ende!

Endlich beginnen unsere Gruppenstunden wieder. In der Woche vom 26.09. bis 30.09.2011 geht es wieder los. Wir laden Kinder und Jugendliche herzlich ein, eine Gruppenstunde zu besuchen.


Zusammen mit den Gruppenleitern treffen wir uns wöchentlich, um gemeinsam zu basteln, zu spielen, zu kochen, etwas zu unternehmen und auch um Beispiele zu finden, wie wir unseren Glauben heute leben können.

Schau doch mal vorbei! 

Die Termine für die jeweilige Altersstufe findest du in unserem Jugendprogramm oder hier.

What a wonderful world

Die Sommerferien sind vorbei und damit startet auch wieder der monatliche Jugendgottesdienst.

Jugendliche ab der 6. Klasse sind herzlich eingeladen zum Jugendgottesdienst "What a wonderful world"

Treffpunkt:
Freitag, 16. September 2011 um 19:00 Uhr
in der Kirche St. Elisabeth Postbauer-Heng

Nach dem Jugendgottesdienst verbringen wir bis spätestens um 22:00 Uhr den Abend im Pfarrheim bei vielen Spielen.

Bis dann! 

Rückblick auf den Weltjugendtag 2011 in Madrid


(dk) Der Weltjugendtag 2011 fand vom 15. bis 21. August in Madrid statt und 18 Jugendliche aus unserer Pfarrgemeinde nahmen daran teil.

Erst mal vorneweg: Was ist der Weltjugendtag?Er ist ein Treffen aller Jugendlichen und junger Erwachsener zwischen 15 und 30 Jahren, das sich auf einer Initiative von Papst Johannes Paul II. begründet. Der internationale Weltjugendtag findet alle 2-3 Jahre in wechselnden Ländern statt.

Nachdem im Jahr 2005 schon einige Leiter mit Begeisterung am Weltjugendtag in Köln teilgenommen und diese Begeisterung auch immer kundgetan hatten, war in diesem Jahr recht schnell klar: Wir wollen (wieder) auf den Weltjugendtag, diesmal eben nach Madrid!
Nach längerer Planung und Organisation im Vorfeld machten sich am 15. August also erst mal 18 Jugendliche aus unserer Gemeinde auf den Weg nach Madrid. Von Nürnberg aus ging es mit dem Flugzeug über Paris nach Madrid. Schon die ersten spannenden Momente fanden sich auf dem Weg zum WJT: Nicht nur, dass dies für einige das ERSTE MAL Fliegen bedeutete und so dementsprechend die Anspannung vor und bei dem Abheben groß war, sondern auch noch, dass in Paris in relativ kurzer Zeit der Flughafen gewechselt und damit verbunden aus- und wieder eingecheckt werden musste. Doch alle diese Hürden nahmen wir alle mit leichter Hand und so landeten wir abends in Madrid und machten uns auf zu unserer Unterkunft mit der Metro quer durch die Stadt. Und da sind wir schon bei dem Nachteil unserer Unterkunft: Sie lag etwas außerhalb, so dass wir immer ca. mindesten eine Stunde Weg rechnen mussten, bis wir an einem Punkt in der Stadt waren. Wir wurden schließlich freundlich in unserer Unterkunft empfangen, die eine Schule für Kinder mit Behinderung ist, und in die Hausregeln eingeführt. Diese Regeln führten zwar anfangs zu einiger Verwirrung auf Grund unterschiedlicher Auslegung und Substanzlosigkeit, doch klärte sich dies im Laufe der Woche. Ein ständiges Problem blieb die Verständigung, da des Englischen mächtige Personen nur sehr selten anzutreffen waren. Wir waren mit zwei deutschen Gruppen und einer Gruppe aus Kalifornien in der Schule untergebracht, mit denen wir relativ schnell Kontakt schlossen und die wenige Zeit in der Unterkunft gemeinsam mit Spaß verbrachten. Die Mädchen schliefen in der Turnhalle, die Jungs am Gang. Für die Jungs war das Bad und die Dusche ein wahres Wechselbad der Gefühle: von Erschrecken am ersten Tag über die Badsituation (die Jungs mussten quer durch die Turnhalle der Mädchen auf die Toilette und draußen duschen), über Belustigung am zweiten Tag nachdem sie ein neues Bad zugeteilt bekommen hatten ohne Licht und nur einem Waschbecken bis zum Erfreuen am dritten Tag nachdem ihnen endgültig ein anständiges Bad zugeteilt wurde. Nachdem wir die Unterkunft erkundet hatten, einige organisatorische Fragen geklärt worden waren, wir unsere Pilgerpakete mit dem Pilgerrucksack und verschiedenen Pilgerbüchern erhalten hatten und einen Pizza-Fast-Food-Laden in der Nähe fast zum Kollaps gebracht hatten, fand der Tag dann schließlich sein Ende.

Am Dienstag erkundeten wir erst einmal die Stadt und widmeten uns den verschiedenen Sehenswürdigkeiten Madrids. Das erste große Event war am Nachmittag das Treffen der deutschen Pilger vor der Kathedrale. Bei diesem Flashmob tanzten 1.500 Pilger aus ganz Deutschland zu einer gemeinsamen Choreographie. Am Abend war dann schließlich der große Eröffnungsgottesdienst des WJT am Plaza de Cibeles vor dem Madrider Rathaus, bei dem man in alle Richtungen bis zum Horizont nur Menschenmassen sah. Ein großes Manko des Gottesdienstes war, dass er fast vollständig auf Spanisch gehalten wurde und kaum Englisch gesprochen wurde (mehr verlangen wir ja gar nicht), was für alle folgenden Veranstaltungen und wichtige Durchsagen symptomatisch wurde.

Ganz früh raus aus dem Schlafsack ging es am Mittwoch, besuchten wir doch die Katechese unseres Bischofs Gregor Maria Hanke und hatten ein ganzes Stück Weg vor uns dorthin. In einer Katechese wird erst gemeinsam gesungen, dann setzt sich der jeweilige Bischof mit einem bestimmten Thema auseinander und redet darüber, schließlich wird in Gruppen über Unklarheiten diskutiert und die Fragen zum Thema können dann an den Bischof gerichtet werden. Zum Abschluss feiern dann alle gemeinsam mit dem Bischof den Gottesdienst. Bischof Hanke hatte als Vorgabe „Fest im Glauben sein“ und sprach über seine eigenen Erfahrungen und man solle doch mal die Handbremse lösen und im Glauben Vollgas geben (denn wenn man mit angezogener Handbremse fahre, fange es irgendwann an zu stinken). Er nahm einen bei seiner Ansprache richtig mit, redete sehr frei und interessant und auch die Fragen beantwortete er sehr offen. Am Ende der Messe gab er uns schließlich folgendes Motto mit auf den Weg: „Wenn schon Mist, dann Optimist!“ Den Nachmittag nutzten wir wieder zur Entspannung vor der großen Hitze und zur Erkundung der Stadt. Abends besuchten wir ein Festival des WJT im Parque del Retiro, bei dem Jugendliche unterschiedlichster Nationalitäten gemeinsam zur Musik einer US-Amerikanerin sangen und tanzten.

Donnerstag war unsere Gruppe an der Reihe, die Bäder zu putzen. Von dieser Anstrengung erholte sich gleich mal ein großer Teil der Gruppe in einem nahe gelegenem Freibad. Der andere Teil ging auf große Sightseeingtour und klapperte fast alle wichtigen Plätze in einem längeren Fußmarsch ab. Am Abend empfingen wir dann feierlich den Papst in Madrid. Ok, es waren nicht nur wir, sondern noch tausende andere Jugendliche die ihn mit großem Getöse empfingen. Vor einem großen Bildschirm zwar in der Menge, aber doch in großer Entfernung zum eigentlichen Veranstaltungsort erlebten wir wie sich der Papst und die Jugendlichen aus ganzer Welt gegenseitig willkommen hießen.

Wir besuchten am Freitag die Katechese des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick, bei der noch einige (nicht nur von uns) Schlaf von der vergangenen Nacht nachholten. Nach einer Stärkung am Mittag in einem typischen kleinen spanischen Lokal mit Gazpacho und Wildschweinragout machten wir uns in kleineren Gruppen auf zu verschiedenen Zielen wie das Hard Rock Café für das obligate T-Shirt, verschiedene Parks oder einer Wanderung durch entlegene Winkel der Altstadt Madrids. Abends wohnte dann ein kleiner Teil unsrer Gruppe noch dem Kreuzweg mit dem Papst bei. Zum Abschluss trafen wir uns wieder alle nahe unserer Unterkunft an einem Kreis aus Sitzbänken (der sog. Braunstreifen) und ließen den Tag dort in Ruhe ausklingen wie es die Woche schon Tradition geworden war.

Nun ging es in den Endspurt: Die letzten beiden Tage sollten wir ja gemeinsam auf dem Flugfeld Cuatro Vientos mit allen anderen Pilgern aus der ganzen Welt verbringen und auch von Samstag auf Sonntag dort übernachten. Den Samstagvormittag verbrachten wir in einem toll gestalteten, nahen Einkaufszentrum und machten uns dann am frühen Nachmittag auf den Weg zum Feld. Natürlich hatten wir einen enorm heißen Tag erwischt und die Sonne brannte ohne Gnade auf uns herab. Die Anwohner des Weges zum Feld erbarmten sich der schwitzenden und Hitze geplagten Pilger und schütteten wannenweise das Wasser aus ihren Fenstern hinunter auf die Pilger. Nachdem wir am Feld uns Platz verschafft und unseren kurz vorher erworbenen Sonnenschutz aufgebaut hatten, legten wir uns alle darunter und verließen ihn kaum noch, da es in der prallen Sonne unerträglich wurde. Ein paar wenige Tapfere, ja fast Todesmutige machten sich zwischenzeitlich noch auf den Weg um die Picknickpakete für die beiden Tage und Wasser zu holen. Am Abend schließlich feierten wir gemeinsam mit dem Papst die Vigil, die aber von einem heftigen Sturmgewitter unterbrochen und letztlich verkürzt abgehalten wurde. Drei aus unserer Gruppe durften in den vorderen Reihen, ganz nahe dem Altar die Vigil feiern, da sie dafür gelost worden waren. Wir übernachteten mit abertausenden von Pilgern in dieser Nacht auf dem Feld. Doch gab es nochmal vorher ein Highlight als eine Errungenschaft des Vormittags ausgepackt wurde, nämlich ein Ganzkörper-Tiger-Kostüm, mit dem mehrere unserer Gruppe über unseren halben Bereich hüpften.

Sonntag feierten wir schließlich mit ca. 1,5 Millionen Pilgern aus der ganzen Welt und dem Papst gemeinsam den Gottesdienst auf Cuatro Vientos. Der Papst sandte alle Jugendlichen mit einem Segen hinaus in die ganze Welt. Er verkündete zum Schluss den Ort des nächsten WJT 2013, Rio de Janeiro, und schon regte sich in manchem Kopf die Überlegung, wie man das wohl anstellen könne, dort hin zu kommen. Wir begaben uns dann nachdem wir einen Berg Müll auf dem Feld zurückgelassen hatten in aller Ruhe zurück zur Unterkunft und ließen dieses große Erlebnis Weltjugendtag 2011 mit einem gemeinsamen Paellaessen am Abend mit Wein und Sangria ausklingen.

Montag schließlich ging es wieder heim und nachdem alle spätabends daheim angekommen waren, war der Weltjugendtag in Madrid vollständig vorbei. Doch hatte noch so mancher die vielen Erlebnisse und Begegnungen mit Jugendlichen von überall her noch nicht verarbeitet und so wurde vielen erst im Nachhinein der Weltjugendtag vollständig erfahrbar.
Uns hat’s gefallen und wir rufen nur: „Esta es la juventud del papa!“