Zeltlagertagebuch -Tag 3

Lieber Robin,

Ich möchte dir heut einen kurzen Brief schreiben, um von meinen Erlebnissen zu erzählen.
Hinsichtlich deiner Befreiung wächst mein Unbehagen schier ins unermessliche. Denn selbst wenn dein Rettungstrupp deinen genauen Standort kennen würde, fände er aufgrund seines ortskundigen Führers zwar viel, aber leider nicht das Ziel, wie er gestern Abend unter Beweis gestellt hat.

Die morgendliche idyllische Ruhe wurde durch einen hinterrücks ausgeführten, mutwillig und hinterlistig geplanten Angriff einer weißen wilden Bestie auf das Lager gestört. Unbemerkt gelangte der Höllenhund bis zu den Essensresten im Teller eines Grafen, woraufhin hämisches Lachen der anderen Grafschaften den einzigsten Abwehrversuch darstellte. Wenn ich du wäre würde ich mir einen Plan C zusammen schustern. Hast du schon einmal überlegten, beim Einsiedler anzufragen? Der hilft neuerdings angeblich gerne aus…
Allerdings muss man ihnen zugute halten, dass sie den gestrigen Sturm gut überwunden haben und langsam aber sicher alles trocknet.
Ein erneuter Versuch, ihre Orientierungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, drohte zunächst zu scheitern. Jedoch fanden sie intuitiv einen bis dahin unentdeckten neuen Weg zum Lake Olden Velvillage, die sich als Abkürzung herausstellte.
Am Lake angekommen, feilten sie unermüdlich an ihren Wasserkampftechniken - ein Hoffnungsschimmer!



Der sonst so verlassene und unbesuchte Übungsplatz wurde dadurch zum Publikumsmagneten, denn im Laufe des Nachmittags trudelten immer mehr Schaulustige ein, die dem Spektakel beiwohnen wollten. Und nein, es lag nicht am sonnigen Wetter…
Trotz exponentieller Steigung der leicht Verletzten, war der Tag in Summe ein voller Erfolg (sogar Blutergüsse wurden in stilvoller Herzform gefunden). Aber jetzt stärken Sie sich mit frisch erlegten Wild vom Grill und selbst zubereiteten Schlemmersalaten…



In der Hoffnung auf eine baldige Befreiung,
Little John

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