Atemlos durch Rom

ein kleiner Reisebericht

„Das ist keine Urlaubs- sondern eine Pilgerfahrt!“ beginnt Pfarrer Fiedler am 08.06.2014 kurz nach 20:00 Uhr die Romreise der Ministrantinnen und Ministranten der Pfarrei, nach einem einstündigen Gottesdienst.
Manchen ist mulmig zu Mute. Schließlich geht es auf eine lange Reise in eine fremde Stadt, mit einer großen Gruppe, aus der man die anderen oft nur vom Ministrieren kennt.
Aber das ungute Gefühl ist wie weggeblasen, als die Leiter eine CD einlegen und der ganze Bus zur Musik abgeht.
Nach einer über 13-stündigen Fahrt kommen alle 44 Teilnehmer mehr oder weniger wach in der
ewigen Stadt Rom an. Einen kurzer Fußmarsch über die Piazza Navona später ist die Unterkunft erreicht. Doch bevor alle die Zimmer beziehen können, besteht die Möglichkeit, die unbekannte Umgebung mit der ungewohnten Wärme, der vielen Straßenkunst und den alten Bauten kennenzulernen. Um sich von der anstrengenden Busfahrt zu erholen und wieder Kraft für die Sightseeing-Tour zu sammeln, machen die meisten nach dem Einzug in das Quartier eine Siesta.


Auf dem Weg zum Pantheon














   

Daraufhin zeigt Pfarrer Fiedler viele wichtige Sehenswürdigkeiten von Rom.
Ein paar Neuankömmlingen stockt der Atem, als sie das „Pantheon“ mit einer Höhe von 43 m sehen.
Doch das war erst ein klitzekleiner Ausschnitt aus der riesigen Stadt.
Auch bekommen die Postbauer-Henger Touristen die große Spanische Treppe und den leider wasserlosen Trevi-Brunnen zu Gesicht.
Am Abend gibt es ein „3-Gänge-Menü“, bei dem sich die Hungrigen den Bauch mit Pasta als Vorspeise und einem Fleischspieß mit Kartoffeln als Hauptgang vollstopfen.
Nach alter Zeltlager-Manier bekommt jeder zum Nachtisch eine Scheibe Käse auf die Hand.
Müde fallen den erschöpften Reisenden, in ihren Betten angekommen, die Augen zu.


 
Beim Petersdom
Der Morgen beginnt mit einem Gottesdienst in der Sta. Maria dell Anima, der Kirche der deutschen Gemeinde in Rom.
Anschließend verlassen die
Minis das Land Italien und
betreten den vom Papst regierten
Vatikanstaat. Dort wird vorerst „nur“
der dortigen deutsche Friedhof und
natürlich der Petersplatz besichtigt.
Spontan schauen alle noch die
große Engelsburg an, um vom Dach aus einen guten Blick auf den Petersdom haben zu können.

 
Zurück im Quartier gibt es wieder ein Menü. Wie am Vortag werden wieder Nudeln mit Tomatensoße serviert, danach Schnitzel mit Bohnen. Für unsere Vegetarier hat sich das dortige
Küchenteam etwas ganz besonderes überlegt. Zum zweiten Mal bekommen diese anstatt des Fleisches einfach eine Kugel Mozzarella. Was die drei bis dahin noch nicht wussten: Es wird sich an ihrer Hauptspeise in den nächsten Tagen nichts ändern. Lecker!

 
Mit „vollem“ Bauch geht es am Nachmittag wieder zurück zum Petersdom. Dort bewundern die Minis, Herr Pfarrer und Frau Seitz das Bauwerk von innen und natürlich darf die Besteigung der 510 Stufen zur Kuppel nicht fehlen. Aber die Mühen werden mit einem unbeschreiblichen Ausblick über Rom belohnt.
Der restliche Tag steht allen zur freien Verfügung.

Ab nach Oben!
Früh geht es am Mittwoch aus den Betten. Die Papstaudienz steht an.
Die Gruppenleiter kontrollieren vor dem Abmarsch, dass sich alle eingecremt und 3 Liter zu trinken dabei haben, da es an diesem Tag sehr heiß wird. Der Petersplatz ist voll. Ein paar haben Angst, keine Sitzplätze zu bekommen, doch dank der Vorkenntnisse unseres Pfarrers findet die Gruppe einen perfekten Ort, um das Geschehen zu bestaunen.
Während der Papst mit seinem Papamobil durch die Gänge fährt, werden die verschiedenen Gruppen begrüßt. Und jetzt ratet mal, welche Gruppe bei der Erwähnung am lautesten gejubelt hat :-) .

Jubeln in der Hitze
 
Am Nachmittag steht der von vielen herbeigesehnte Besuch am Meer an. Es gibt keinen, bis auf die über 30-jährigen, der nicht in das kühle Nass kommt, egal ob freiwillig oder unfreiwillig.
Jeder, der das Meer besucht hat, genießt die Abwechslung, einmal nicht durch Rom zu hetzen.

Nicht zu vergessen ist das Abendessen, bei dem es mal eine andere Pastasoße zur Vorspeise und eine für viele etwas unbekannte, nicht jedem mundenden Wurst mit Erbsen gibt.
Die Vegetarier freuen sich wieder über eine leckere Kugel Mozzarella.
Und wie könnte es anders sein, zum Nachtisch gibt es eine Scheibe Käse.

Donnerstag Morgen beginnen die 44 Rombesucher eine Zeitreise in das antike Rom.
Mit der U-Bahn und dem Bus geht es zu den Bauwerken der alten Römer.
Nicht nur das Forum Romanum gibt es zu sehen, sondern auch das Colosseum ist ein
wichtiger Punkt der Tour.
Der Nachmittag ist dazu da, andere Orte zu erkunden oder der Familie daheim ein Andenken
zu kaufen.
Am Abend dürfen Freiwillige noch den Petersdom bei Nacht anschauen.
Das letzte Essen im Haus war ein BEST-OF Essen: mit Nudeln mit Tomatensoße, Mozzarella für die Vegetarier und natürlich, für jeden Käse!

Der letzte Tag beginnt mit dem Besuch der St. Pauls Basilika, der Sta. Maria Maggiore und der Lateranbasilika. Im Gegensatz zu Deutschland ist in Rom fast jede Kirche bombastisch groß und wunderschön gestaltet. Zum Abschluss geht es in die Katakomben von Rom. In diesen wird nicht nur ein Gottesdienst, sondern auch eine interessante Führung gehalten.   
Bombastische Stimmung im Bus

Um halb elf geht es, nach einem gemeinsamen Pizzaessen, für die
42 erschöpften Rombesucher, zurück in die Heimat.
Am nächsten Tag sind alle, obwohl jedem die Reise gefallen hat,
glücklich wieder zuhause bei der Familie zu sein.
Denn nirgendwo ist es (und schmeckt es) besser als zu Hause.