Zeltlager

Jährlich findet zu Beginn der Sommerferien der Höhepunkt unserer Jugendarbeit statt: das Ministrantenzeltlager. Hier verbringen ca. 70 Kinder und Jugendliche aus unserer Pfarrei einige kurzweilige Tage am Zeltplatz.


Wer sich nocheinmal zurückerinnern möchte, findet hier Berichte von vergangenen Zeltlagern:

ZELTLAGER 2018

Von 31.07.2018 bis 04.08.2018 hieß es in diesem Jahr "Leinen los!" und unsere Minis machten sich auf zu einer spannenden Seefahrt in verschiedenen Flotten. Diemal waren 42 Matrosen und 29 Kapitäne mit an Bord. Die Logbucheinträge der Flotten haben wir hier zum Nachlesen:

Tag 1
Logbucheintrag vom 31.07.2018, Hafen von Velburg

... Nach 14 Jahren begibt sich die Enterprise wieder auf Fahrt. Wir sind die Crew des Schiffes Enterprise und begeben uns auf ein großes Abenteuer im Auftrag der englischen Flotte.
Als eines von sechs Schiffen haben wir uns heute am Hafen versammelt. Insgesamt 70 Matrosen stechen in das Abenteuer! Früh morgens - ca. 10 Uhr - haben die fleißigen Crew-Mitglieder ihre Kajüten aufgestellt und eingerichtet. Danach gab es eine genussvolle Mahlzeit aus der Kombüse: Brokkolisuppe a lá mare. Dazu kalte Speisen vom „Zeltlagergrill“. Da dieses Jahr wieder viele neue Matrosen mit in See stechen wollen, musste sich die Mannschaft zuerst kennenlernen. Währenddessen liefen lauter Fische, Hühner und Affen durch den Hafen. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen (38° und es wird noch heißer...) v
erzögerte sich die Abfahrt.
Plötzlich wurde der Hafen aufgemischt: Queen Elizabeth I, Magellan Ferdinand und Rembrand von der Hanf brachten Unruhe in das Lager. Alle drei kämpften um den Besitz einer Weltkarte, auf welcher ein Schatz gekennzeichnet ist. Da eine Flotte allein - außer vielleicht den Engländern - keine Chance gegen die Piraten hat, beschlossen alle, gemeinsam die Reise demnächst anzutreten. Dennoch gilt das Motto: „Möge der Schnellste gewinnen.“ Um die Schiffe herzurichten und zu kennzeichnen, wurde gemeinschaftlich eine Flagge gestaltet. Außerdem wurden die Bordregeln bekannt gegeben.
Die Crew der Enterprise ist bereit, alles für ihre Flotte zu geben und heute Abend den Hafen vor bösen Piraten zu verteidigen. Und eines ist klar: die Enterprise wird sich den Schatz schnappen!
Ahoi Landratten!

Die Besatzung der Enterprise

Tag 2
Logbucheintrag vom 01.08.2018, immer noch am Hafen von Velburg

Bereits um 08:25 Uhr erklang das erste Klingelgeheul. Diejenigen, die letzten Abend noch zu lange am Lagerfeuer verweilten, wurden heute morgen bitter dafür bestraft. Zur Belohnung dafür, dass wir alle es doch noch aus dem Zelt geschafft haben, durften wir zusammen Sport genießen (das sagten die Leiter, von Teilnehmern wurde vorzugsweise das Wort Folter benutzt). Gestärkt von einem Festmahl, bei dem wir wieder auf den neuesten Stand der Kabageschichten gebracht wurden, konnten wir unseren eigentlichen Plan, in See zu stechen, leider nicht umsetzen, denn Magellan setzte uns davon in Kenntnis, dass ein Fluch sein Unwesen treibe. So wurde jedes Schiff, welches auch nur wagte sich aufs Meer zu begeben, vom fliegenden Holländer versenkt. Aber im Laufe des Tages konnten wir herausfinden, dass dieser gar kein Ungeheuer war, sondern nur eine einsame Seele auf der Suche nach Liebe, dazu verdammt, nur alle zehn Jahre das Festland betreten zu können. In hoch offizieller Mission konnten die einzelnen Schiffe diesen Fluch bannen, indem sie ihm einen Liebesbrief in Form einer Flaschenpost überreichten. Nach dieser anstrengenden, aber dennoch spaßigen Arbeit, wurden wir mit nahrhaften Speisen empfangen: Gemüsesuppe mit sehr viel Brot 😁.

Die Besatzung der Eendracht


Ahoi ihr Leichtmatrosen,

wir sitzen hier immer noch am Velburger Hafen fest und die Gischt unseres Pools erfasste heute jeden unserer Matrosen und Kapitäne (außer kl. Julian). Aufgrund unseres nicht funktionierenden Wasserfalls (Rutsche) mussten wir mit unserem trüben Hafenwasser vorlieb nehmen. Als wir uns frischer fühlten, durften wir uns unserer nächsten Aufgabe widmen: die Vorbereitung und das
Herstellen nützlicher Utensilien für unsere große Reise. Schon einmal vorsorglich fabrizierten wir Gipshände und -Füße um bei Verlust eine brauchbare Prothese zu haben. Unter anderem sorgten die Piraten mit selbst hergestellten Ketten und Tüchern für ihr gutes Aussehen und es wurden echt wirkende Papageien geklont (wegen den verwendeten Klopapierrollen). Da wir während des Tages im Hafen Velburgs anscheinend noch nicht genug Fische gesehen hatten, wurden diese uns in Form von Fischstäbchen mit Kartoffelsalat vorgesetzt. Jetzt begeben wir uns frisch gestärkt auf das nächste Abenteuer auf hoher See.

Die Besatzung der Santa Maria


Tag 3
Logbucheintrag vom 02.08.2018, Jamaika und Mexiko

Alles im Lot aufm Boot!

Da es die Flaschenpost nur zum Leuchtturmwächter geschafft hatte, mussten wir den Brief persönlich zum fliegenden Holländer bringen. Wir folgten in der Nacht den leuchtenden Spuren, der uns vorhergegangenen Seefahrern und trafen auf den Leuchtturmwärter. Dieser war aus der ehemaligen Crew des fliegenden Holländers und konnte deshalb die Botschaft dem fliegenden Holländer übergeben. Er akzeptierte die Flaschenpost und der Fluch wurde gebrochen. Wir konnten deshalb ohne Gefahr aus dem Hafen auslaufen. Endlich sind wir auf hoher See und können uns auf Schatzsuche begeben. Doch die Probleme enden nicht, denn in der Nacht werden wir von Piraten überfallen, die wir durch unser Können auf ihr Schiff zurückdrängen konnten. Zum Klabautermann, mit diesen Piraten! Nachdem wir die weitere Nacht durchgefahren sind, wurden wir in der Früh geweckt und gingen zum Bord-Sport. Endlich Land in Sicht! Jamaika liegt vor uns! Was für uns Niederländer sehr von Vorteil war 🙂 Wir sind an Land gegangen und haben unsere Süßwasservorräte aufgefrischt. Außerdem waren wir im karibischen Meer baden. Doch wie es das Bermudadreieck so will, kam ein Sturm auf. Wir trotzten diesem, indem wir Matrosengesänge anstimmten und eine Partie Schiffe versenken XXL spielten. Leider ist unsere Flotte untergegangen, da die englische Flotte die Überhand hatte. Danach machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Schiff. In den luftigen Kojen wurde es durch den Sturm etwas feuchter. Aber auch dieses Problem beseitigen wir mit Leichtigkeit und sonnigem Gemüt. Danach haben wir unser Abendessen vorbereitet und gegrillt.
Ahoi ihr Landratten, eure Niederländer

Die Besatzung der Grootvorst


Tag 4
Logbucheintrag vom 03.08.2018, Mexiko

Ahoi Leichtmatrosen!

Wir starteten den heutigen Tag mit süßen Leckereien und Pancakes. Nach dieser Stärkung begannen wir unseren 13km und 21.000 Schritte langen Marsch. Nach dem anstrengenden Aufstieg zum Nasenloch des Ungeheuers, feierten wir den Seefahrergottesdienst mit musikalischer Begleitung und atemberaubender Aussicht. Die Kombüse versorgte uns mit schmackhaften Würstl, Brezen mit Senf und Ketchup. I
m Anschluss marschierten wir durch die Irren des Waldes und flotten Schrittes den Schwammerlpass entlang. Am Ende des Marsches erwartete uns die König-Otto-Tropfsteinhöhle, in der wir durch einen ortskundigen Führer die Geheimnisse der Höhle gezeigt bekommen haben. Unter anderem sahen wir folgende Schätze: Stalaktiten, Stalagmiten, Stalagnaten, das Skelett eines Höhlenbärs, Schloss Neuschwanstein, den schiefer Turm von Pisa mit Gerüst, den Elfenbeinturm, eine Eule mit Handy und eine Fledermaus, die uns begleitete. Während die andere Gruppe sich in ihr Abenteuer der Höhlenforschung stürzte, mac
hten wir eine kurze Schlaf- und Stärkungspause. Da keine Kajüten vorhanden waren, bildeten die müden Matrosen Schlafreihen, um ihren Speicher wieder aufzufüllen. Als wir völlig erschöpft von unserer Entdeckertor zurückkamen, erholten wir uns, damit wir voller neuer Energie zum Piratenfest antreten konnten. Dabei wurden zahlreiche Spezialitäten aus den verschiedensten Ländern serviert und vom „munteren Musikanten Martin” musikalisch begleitet. Wegen des Wetters fand das Fest unter Deck in der Kajüte statt. Als sich der Regen gelichtet hatte, konnten wir uns auf Deck dem Lagerfeuer widmen. Während wir uns unsere Zeit mit Singen vertrieben, wurden wir von den Eltern überfallen, die uns zurück nach Postbauer-Heng bringen wollten, was wir aber erfolgreich verhindern konnten. Auch der zweite Entertrupp, der unsere Fahne klauen wollten, konnten wir erfolgreich abwehren. Nach dem anstrengenden Tag fielen wir erschöpft in unsere Betten.

Die Besatzung der Discovery

Am Tag 5 stand dann die finale Schatzsuche an. Da sich die Matrosen und Piraten ausgiebig mit dem Schatz beschäftigten, wurde kein Logbucheintrag mehr verfasst.







ZELTLAGER 2017

„China – Reise ins Reich der Mitte“ -  unter diesem Motto stand das Ministrantenzeltlager 2017 in unserer Pfarrei. 50 Kinder zwischen 9 und 15 Jahren, sowie über 20 Gruppenleiter verbrachten aufregende Tage am Zeltplatz am Herz-Jesu-Berg in Velburg.

Nachdem am Freitag die Gruppenleiter die Gemeinschaftszelte bereits aufgebaut und mit über 100 chinesischen Lampions geschmückt hatten, konnten die Ministrantinnen und Ministranten am Samstag, 29.07.2017 nach einer Visakontrolle herzlich in ihrem Reiseland China begrüßt werden. Zunächst galt es, als typische Touristen, das Land zu erkunden. An verschiedenen Stationen konnten Sprache, Kultur und Allgemeinwissen über das Land erworben und getestet werden und bei einem Geländespiel wurde die Umgebung des Zeltplatzes erkundet. Am Abend folgte dann ein Ausflug in das Glücksspielparadies Macau – bei Roulette, Würfelspielen und Poker galt es, möglichst viele Chips zu erspielen.


In der Nacht überraschte uns ein Überfall auf unser Lager – doch dank guter Zusammenarbeit konnten alle Überfäller innerhalb kurzer Zeit geschnappt und an das Lagerfeuer gebracht werdenJ.

Am Sonntag hatten die Minis viel Spaß bei verschiedenen Workshops mit dem Thema China: Neben Seidenmalerei, Essstäbchen schnitzen und gebackener Banane zubereiten war auch das Basteln von Fächern, Hüten und Drachen auf dem Programm. Am Nachmittag konnten die Gruppenleiter dann in verschiedensten Kostümen angetroffen werden: das Adventure-Game stand auf dem Programm. Durch die Befreiung der Tochter des Kaisers musste die Terrakotta-Armee wieder versteinert werden – ein Unterfangen zu dem die Minis viele Charaktere einbeziehen mussten. Nachdem die Küche alle mit gebratenen Nudeln und Gemüse versorgt hatte, folgte der Lagergottesdienst mit Pfarrer Fiedler.

In der Nacht folgte eine Wanderung in das ländliche China – an dessen Ende neue Gruppen eingeteilt werden mussten. Die Minis befanden sich nun nicht mehr auf einer Reise sondern mussten fortan chinesische Dörfer bei der Verteidigung gegen die Mongolen unterstützen.

Am Montag wurden die sportlichen Fähigkeiten unter Beweis gestellt bei einem Ausflug an den Jangtse-Staudamm, dem Naturbad Velburg. Es folgte eine Wasserschlacht mit vielen nassen Schwämmen, bei der die Minis ebenfalls viel Spaß hatten. In der Nacht wurden wir erneut von einigen ehemaligen Gruppenleitern überfallen. Auch diesmal konnte die selbstgestaltete Lagerfahne aber verteidigt werden.

Bei verschiedenen Aufgaben und Spielen konnten die Minis am Dienstagvormittag Weisheiten im Kampf gegen die Mongolen sammeln. Am Nachmittag folgte dann die Konfrontation mit den Mongolen: Beim Spiel „Schlag den Mongolen“ hieß es nun: Minis gegen Gruppenleiter. Die Minis konnten das Spiel heuer klar für sich entscheiden. Der Sieg wurde dann mit Singspielen und vielen Liedern am Lagerfeuer gefeiert.

Zum Abschluss ging es dann am Mittwoch noch auf die Burgruine in Velburg wo erneut ein Geländespiel auf die Minis wartete und sich das Küchenteam sogar mit einem Dessert verabschiedete. Am Abend ging es zurück auf den Zeltplatz und nach der Siegerehrung der Reisegruppen zurück in Richtung Postbauer-Heng und Ezelsdorf.

Ein großer Dank geht an alle, die jedes Jahr auch im Hintergrund zum Gelingen des Zeltlagers beitragen. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Viele Bilder gibt es ab September auf einer Bilderwand in der Kirche.



Zeltlager 2016:

Eine Woche später als üblich machten sich über 45 Ministrantinnen und Ministranten zusammen mit über 20 Leitern von Samstag,  06.08.2016 bis Donnerstag, 11.08.2016 auf auf den Weg nach Velburg ins Zeltlager. Dieses Jahr machten die Teilnehmer eine Zeitreise in das alte Ägypten.

Am ersten Tag wurden die Neu- Ägypter, vom Pharao, seiner Frau Kleopatra und dem zahlreichen Gefolge freudig empfangen und auch gleich in Gruppen eingeteilt. Im Verlauf des Tages konnte diese sich in verschieden Spielen und Aktionen erst einmal kennenlernen. Am Abend wurde der Platz noch von gemeinen Grabräubern überfallen, welche aber alle gefangen werden konnten.


Am Sonntag konnten die Jungen und Mädchen in verschieden Workshops (z.B. Pyramidenbau, Falaffel backen, uvm.) ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Aufgrund gewisser Umstände im allseits beliebten Adventuregame, erfuhren die Kinder am Nachmittag von Kleopatra, dass das Team, welches am Ende der Woche gewinnt, auch einen neuen Pharao stellen darf! Pfarrer Hausner hielt an diesem Nachmittag auch einen schönen Gottesdienst. In der Nacht ging es, nach einem leckeren Abendessen in den verwunschenen Mumienwald um dort dem ehemaligen Pharao die Ehre zu erweisen.

Nach einem fröhlichen Wecken ging es für die Ministranten am Montag in das Naturbad in Altenveldorf. Dort konnten alle schwimmen, spielen oder sich einfach mal von den kurzen Nächten erholen. Nach dem Baden wurde noch ein kleines Spiel gespielt und anschließend gab es wieder ein deftiges Abendessen. Zusammen ließen alle den Abend am Lagerfeuer ausklingen.

Am nächsten Tag, stand ein Besuch der Burg in Velburg an. Dort wurde nicht nur um feindliche Gebiete gekämpft, sondern sich auch mit einer deftigen Brotzeit gestärkt. Am letzten gemeinsamen „bunten“ Abend zeigte jede Gruppe eine kleine Aufführung, welche Sie über den Tag hinweg vorbereitet hatten. Es war ein schöner Abend voll toller Ideen .

Dieses Jahr gab es eine Neuerung: Alle Jugendlichen die bereits Firmung hatten durften einen Tag länger bleiben. Während die „Großen“ ausgesetzt wurden und wieder zurück zum Platz finden mussten, hieß es für die jungen Abschied nehmen. Am Nachmittag hatten die Teilnehmer die Aufgabe ein Objekt zu bauen, welches fliegen kann. Auch hier wurde ein letzter Wettkampf ausgetragen. Am letzten Tag, wurde der Platz aufgeräumt und das Zeltlager 2016 endete.

Alle verließen müde, aber glücklich den HerzJesu- Berg. An dieser Stelle auch einen großen Dank für alle die für das tolle Zelt gespendet haben!



Zeltlager 2015:




Das Ministrantenzeltlager 2015 fand von 01.08.2015 bis 05.08.2015 am Zeltplatz am Herz-Jesu-Berg in Velburg statt. Über 70 Kinder und Jugendliche aus unserer Pfarrei erfüllten 5 tage lang spannende Missionen im Auftrag Ihrer Majestät und retteten mehrmals die Welt umd letztendlich die "Lizenz zum Zelten" zu erhalten. 

Ein ausführlicher Bericht konnte aufgrund der Geheimhaltungsstufe der Mission leider nicht erstellt werden. ;-)

Zeltlager 2014:


Im Jahr 2014 hieß das Zeltlagerthema "Wingardium leviosa! - Abenteuer in Hogwarts". Von 02.08.2014 bis 06.08.2014 erlebten 63 Ministranten und Gruppenleiter ein wirklich verzauberndes Zeltlager. Unter diesem LINK sind die Einträge aus dem Zeltlagertagebuch nachzulesen, die einen tollen Einblick in das Lagerleben in Hogwarts geben. bilder vom Zeltlager sind noch bis zum Ende der Sommerferien hinten in der Kirche ausgestellt.


Zeltlager 2013

Das Ministrantenzeltlager war auch im Jahr 2013 wieder ein echter Knüller! Der Termin für das Zeltlager war der 03.08.2013 bis zum 07.08.2013. Und hier seht Ihr exklusiv das Motto des Zeltlagers 2013:


HIER findet ihr die Einträge aus dem Zeltlagertagebuch aus dem Jahr 2013.



RÜCKBLICK 2012




HELLAS - Abenteuer im Alten Griechenland - unter diesem Motto stand in diesem Jahr unser Ministrantenzeltlager. Von 04.08.2012 bis 08.08.2012 machten sich 40 Ministranten und 22 Gruppenleiter auf den Weg nach Velburg und verbrachten dort (bei endlich mal wieder besserem Wetter) einige unterhaltsame Taga, die bereits ab Januar vorbereitet wurden.

Für die Gruppenleiter ging es, wie jedes Jahr, bereits am Freitag Nachmittag los. Zusammen wurden die Gemeinschaftszelte aufgebaut und die Küche vorbereitet. Und neu in diesem Jahr: Der neue Pool musste zum ersten mal aufgestellt und mit Wasser befüllt werden. Wie lange das dauern kann, mussten wir dann den ganzen Abend feststellen - aber gut, der Pavillon-Aufbautrupp hat fast genauso lange für seine Aufgabe gebraucht ;-)

Am Samstagvormittag erreichten dann alle Minis unser griechisches Lager und zusammen wurden Zelte aufgebaut und Luftmatrazen im Akkord aufgepumpt. Nach einer ersten Stärkung ging es dann los - wir erfuhren einiges über unseren neuen griechischen Wohnort und wurden bereits gewarnt vor unserer Bedrohung - den Persern! Im Hades erfuhren wir alle, welcher griechsichen Stadt wir angehören und zusammen wurde die Lagerfahne gestaltet, die es fortan zu verteidigen galt.

Bei einem Geländespiel konnten sich die Gruppen erste Goldmünzen sammeln und auch beim anschließenden "Nummernspiel" hatten alle viel Freude.  Nach dem Abendessen und einer Abkühleinheit mit Wasserrutsche und Pool ging es dann wieder darum, Goldmedallien für den Medallienspiegel zu sammeln - beim Griechenspiel. Dabei konnte jedoch wegen chaotischer Verhältnisse während des Spiels kein Sieger ermittelt werden - Spaß hat es trotzdem gemacht :-)

Anschließend wurde es gemütlich - wir versammelten uns am Lagerfeuer und sangen zusammen ein paar Lieder. Als es dunkel war, wurden wir noch über die geheimnisvolle Geschichte des "blauen Mannes" aufgeklärt und suchten diesen auf unserer langen Nachtwanderung. Das Geschrei war groß, als der blaue Mann uns dann im Wald tatsächlich entgegenstürmte. Angst breitete sich aus - aber genauso schnell wie der blaue Mann verschwand die auch wieder.
Nach den Strapazen der Nachtwanderung fielen dann alle müde in den Schlafsack und die erste Nacht begann.

Im Zeltlagertagebuch wurde folgender Eintrag vermerkt:
"Mein Name ist Dimitri Stoupakis. Ich bin Studentenaustausch aus Landgriechen. Ich bin Philosoph und Barbesitzer. Die tapfersten Griechen: Delphier, Spartaner, Athener, Thebaner, Korinther und Kerkyräer haben sich in Velburg versammelt, um sich in den anspruchsvollen Disziplinen wie "mörderische Goldsuche" zu messen. Nach einem Abstecher zu Hades in die Unterwelt wussten wir auch, zu welcher Gruppe wir gehören. Da die griechische Küche besonders gut ist, können alle gestärkt in die kraftraubenden Wettkämpfe ziehen. Wir müssen immer vorbereitet sein, besonders in der Nacht, um Angriffe abzuwehren und unser Lager zu beschützen. Unseren ganzen Stolz, die wunderschöne Flagge werden wir ewig verteidigen..."

Nach einem sanften Weckruf und dem Frühstück am Sonntagmorgen gab es sieben verschiedene Workshopangebote: Alle Mitfahrer konnten entweder batiken, die altgriechische Schrift lernen, Lorbeerkränze basteln, Ziegel bemalen, Mosaikfliesen gestalten, Armbänder flechten oder am Trojanischen Pferd mitbauen. So hatte auch jeder ein Andenken an unser Zeltlager zum mit nach Hause nehmen. In vielen Workshops gab es auch heuer wieder viele tolle Ergebnisse. Nach dem original griechischen Mittagessen folgte dann ein Highlight des Zeltlagers: das Adventuregame "Kampf um Troja". Die Gruppenleiter schlüpften in die verschiedensten Rollen und die Gruppen versuchten die verwobenen Beziehungen der Personen untereinander zu entschlüsseln und so den Kampf um Troja zu gewinnen. Das Spiel ist wegen der Kombinationsmöglichkeiten bei den Ministranten genauso beliebt wie bei den Gruppenleitern, die auch immer viel Spaß an Ihren Verkleidungen finden ;-)

Um 17:00 Uhr kam dann Pfarrer Hausner ins Zeltlager und bei Sonnenschein feierten wir zusammen Gottesdienst im Freien. Anschließend entstand auch das Gruppenbild der alten Griechen.

Beim Abendessen danach erwischte es uns dann - hatten doch schon viele gehofft, wir würden mal ein regenfreies Zeltlager erleben. Aber die meisten Zelte hielten dicht und zur Lagerfeuerzeit konnten wir uns wieder zu einigen Liedern versammeln. Zuvor wurde beim Griechenspiel noch das "Puzzle des Pythagoras" zusammengesetzt und Medallien konnten erspielt werden, genauso wir beim unermüdlichen einsatz beim Küchen- und Klodienst.


Die gemütliche Stimmung am Lagerfeuer war es wohl auch, die uns in einer gefährlichen Sorglosigkeit ließ - niemand rechnete mit einem Angriff der Perser. Doch mit einem Schlag war es so weit: Mitten in unserem Lager stand ein merkwürdiges, trojanisches Pferd und ein Perser hatte unsere Fahne geklaut - ÜBERFALL!!! Schnell wurden Suchtrupps eingeteilt und schon bald waren einige Perser gefangen. Und doch gab es nocheinmal helle Aufregung - bei dem URO (unbekanntes Reitobjekt) handelte es sich tatsächlich um eine Falle - es konnte den Klassiker "Griechischer Wein" singen und plötzlich kam ein Perser aus dem Bauch des "Pferdes" hervor und wollte unser Lager stürmen. Als dann alle Perser am Lagerfeuer eingefangen waren, stellte sich die bittere Wahrheit heraus: Nach 12 Jahren ist es der traditionsreichen Überfallgruppe "Familienkreis & Friends" tatsächlich zum ersten (!) Mal gelungen, unsere Fahne zu entwenden. Erst die Einladung zu einem von den Gruppenleitern organisierten "Griechischen Abend" am Pfarrheim bewegte die Perser dazu, unsere Flagge wieder herauszurücken =)) .

In unserem Zeltlagertagebuch wurde vermerkt:
"Vorvorvorletzter Tag bevor wir die Perser besiegt haben. Wir sitzen gerade bei strömenden Regen im Zelt und überlegen uns, was wir hier reinschreiben sollen. Ok.
Um 7:30 Uhr wurden wir heute von der fröhlichen & gut gelaunten Morgenstimme des ehrwürdigen Mannes des Gipfels geweckt. Dann hieß es "Morgensport".
Bei den Workshops wurden Armbänder geflochten, Mosaike gelegt, trojanische Pferde gebaut und Ziegel bemalt. Für das anschließende Mittagessen wurde das Küchenteam sehr gelobt.
Dann kam auch schon das Highlight des Zeltlagers, das Adventuregame. Alle Leiter schlüpften in ihre Rollen, wie zB Zeus, Epeios, Pythagoras oder Aphrodite, und die Teilnehmer mussten eine Aufgabe lösen.
Auch heute wurde der "warme" Pool mit Begeisterung gestürmt. (Teilweise auch spontan mit Kleidung ;-)
Zum Schluss ist unser Pfarrer Hausner noch zum gemeinsamen Gottesdienst gekommen. Jetzt noch gemütlich am Lagerfeuer singen.... Bis morgen!"

Der Montag stand dann im Zeichen des Wassers - von oben und von unten. Schon nach dem gemütlichen Frühstück machte sich die komplette Gruppe auf den Weg zu Fuß nach Altenveldorf. Die Zeit auf dem Weg verging wie im Flug, wurden doch einige klassische Singspiele zum Besten gegeben. so erreichten wir frohen Mutes das Naturbad in Altenveldorf und weil gerade die Sonne schien, konnten es die meisten nicht lassen, gleich mal ins Wasser zu springen.
Als dann die erste Baderunde vorbei war und die Verpflegung mit den Leckereien aus dem Kiosk begann, wurden wir nochmal leicht nass, allerdings unfreiwillig. Es begann etwas zu tröpfeln, nichtsdestotrotz konnte das Volleyball / Ball-über-die-Schnur-Turnier fortgesetzt werden.

Auf dem Heimweg erwischte uns dann nochmal ein richter Regenschauer, aber wenigstens kamen wir so beim Laufen nicht ins Schwitzen, wir waren ja sowieso schon nass ;-)


Als wir gegen 16:00 Uhr zurück am Zeltplatz zurück waren ging es an die Vorbereitung des Buffets der griechischen Völker. Jede Gruppe hatte zuvor eine Einkaufsliste geschrieben und jetzt wurden von den sechs Städten des Antiken Griechenlands sechs verschiedene, köstliche Salate vorbereitet (wobei strittig bleibt, inwieweit der sog. "Salamisalat" als Salat bezeichnet werden kann ;-) ). Trotz Regen wurde dann gegrillt und zusammen mit den Salaten entstand ein herrliches Griechenbuffet!

Nach einer Pause, die einige ziemlich nötig hatten, ging es dann mit der Abendunterhaltung weiter. Im großen Zelt war es Zeit für eine Runde "Schlag den Leiter!". In 15 Spielrunden treten jeweils Teilnehmer und Leiter gegeneinander an und bekommen dann pro Spiel 1, 2, 3, 4, ... Punkte. Auch hier gab es eine historische Neuerung: Zum ersten Mal in der Geschichte, gelang es den Teilnehmern, im letzten Spiel 15 den Sieg an sich zu reißen, hatten sie doch Spiele wie "Schweinskopfsülze", "Diabolo" oder "Tauchen" gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!


Nach dem Spiel meinte es das Wetter dann auch gut mit uns und wir konnten den Abend noch gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Im Zeltlagertagebuch wurde folgendes vermerkt:

" Die Odyssee zum großen Wasser.
Als erstes einmal ein herzliches Dankeschön an unsere Pool-Lady ;-)
Dies ist der Bericht der Überlebenden des letzten Überfalls. Gestern Nacht traf uns der Familienkreis & Friends trotz unseres Orakels fast gänzlich unvorbereitet. Schwupp, war die Lagerfahne weg und das trojanische Pferd ins Lager gerollt. Nach zähen Verhandlungen konnten wir eine Einigung erzielen. Deshalb wurde das Frühtraining noch härter um ein erneutes Debakel zu verhindern.

Nach dem Frühstück zogen wir los an die Küste von Korinth, denn auch hartgesottene Griechen müssen einmal Duschen. Bei noch gutem Wetter zogen wir also los. Doch auf dem Rückweg bahnte sich das Unheil schon an.
Regenmassen Ergossen sich über den Zeltplatz und weichten den Platz auf. Doch natürlich liesen wir uns nicht beeindrucken und grillten unter dem "Regenpavillion". Dazu bereitete jede Gruppe noch einen herrlichen Salat zu.
Aber nun muss ich Schluss machen, denn jetzt geht es ab ins große Aufenthaltszelt um sich bei dem großen Wettkampf "Schlag die Leiter" zu messen. Bis morgen...."

Am Dienstag morgen, erwachten nach dem sanften Weckruf durch das Megaphon wieder alle in Ihren Zelten und es ging mit einem interessanten Programmpunkt weiter: eine alte, griechische Vase musste wieder zusammengesetzt werden. Die älteren Teilnehmer wurden deshalb losgeschickt, um mit Hilfe einer Karte auf eigene Faust die weiter weg ruhenden Schreben zu finden und zurück zum Zeltplatz zu bringen.

Die Jüngeren konnten indes die restlichen Teile bei einer lustigen Ralley am Zeltplatz erspielen. Dabei mussten Nummern im Wald gesucht und sechs Challenges absolviert werden. Die schnellste Gruppe erhielt wiederum eine Goldmedallie im Medallienspiegel.

Nachmittags ging es dann an die Vorbereitung des "griechischen Abends", zu dem jede Gruppen einen Beitrag leisten sollte.
Das Griechenspiel war an diesem Tag die "Olympiade der Elemente" - in Disziplinen wie "Hering einschlagen", "Wassertransport", "Feuertransport" und " Luftmatratze aufpumpen" konnten die einzelnen Gruppen ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen.
Nach einer weiteren Badeeinheit (im mittlerweile "mittel-warmen") Pool - solche fanden im Prinzip laufend statt - öffnete dann zum letzten Mal 2012 der "Zeltlagergrill" seine Pforten und bot seine einzigartigen Menü-Köstlichkeiten zum Verzehr an.

Anschließend stieg unser "griechischer Abend" mit vielen lustigen Beiträgen. Danach gab es noch einige Singspiele und eigentlich sollte der letzte Abend mit ein paar Liedern ausklingen.

Doch es kam mal wieder anders: Plötzlich waren sie wieder da: DIE PERSER!!! Also ging es wieder los, der Zeltplatz musste vor den Überfällern geschützt werden und diesmal durfte in keinem Fall die Flagge verloren gehen, alle Teilnehmer durchkämmten systematisch das Gelände und schnell waren die drei Perser gefunden, die sich in unser Lager verirrt hatten und wir konnten uns wieder in Ruhe dem Lagerfeuer widmen.


Im Zeltlagertagebuch wurde der Tag so vermerkt:
"Scherben bringen Glück!
Alle die nicht von der gestrigen Heimwehepedemie betroffen waren, mussten auch heute wieder zum Morgensport (Kommando Bimberle) antreten.
Nach dem vielfältigen Frühstück , mit auserwählten Zutaten begann das große Gewusel, um sich für die anstehende Suche nach den Scherben zu rüsten. Für vier altgriechische Gottheiten (Zeus, Poseidon, Artemis und Hermes) zuständige Gruppen machten sich auf die Suche nach den Scherben der zerbrochenen Opferschalen der Gottheiten.
Die älteren zogen in die weitere Umgebung um den Boden der Tonschale zu finden. Währenddessen erspielten die jüngeren die restlichen Scherben in gefährlichen Disziplinen wie zB. Seilspringen.
Nach einem spannenden Spiel und längeren Verzögerungen erreichten auch die letzten Gruppen wieder den Zeltplatz.
Nachdem wir uns gestärkt haben, traten wir, die mächtigen Spartaner, und die anderen Städte gegeneinander bei der Olympiade der Elemente an. Leider wurden wir nur die Sieger der Herzen und nicht der Olympiade, doch lies unsere Kampfeslust gegen die Perser und unsere Moral nicht sinken. Nach den anstrengenden Spielen um Luft, Feuer, Wasser und Erde folgte eine kurze Erholungspause um einen neuen Kampf anzutreten, die Vorbereitung für den griechischen Abend.
Nach Spiel, Spaß und Entspannung folgten noch Singspiele und die Jagd nach den Persern, die wir sehr erfolgreich besiegten.
Eure siegreiches Spartaner!
Nun wurden noch die Beiträge für den bunten Abend vorbereitet, auf den wir uns jetzt freuen..."


Als wir am nächsten Morgen aufwachten lag bereits der Geist des Aufbruchs in der Luft - sollte unsere Olympiade doch heute ende gehen. Nach einem gemeinsamen Abschluss wurden die Zelte abgebaut und alles gepackt - und bis wir schauten waren bereits die ersten Eltern da um uns wieder zurück in die Heimat nach Postbauer-Heng und Umgebung zu bringen.

Am Donnerstag wurde das Material wie jedes Jahr noch von den Leitern gereinigt und eingelagert - denn eines ist sicher: nicht mal mehr ein Jahr bis zum Zeltlager 2013 ;-)


An dieser Stelle geht ein Dank an alle Mitfahrer, die sich auch heuer wieder meist vorbildlich verhalten haben und für eine freundschaftliche Stimmung am Zeltplatz sorgten. Danke auch an unsere Perser/Überfäller für die nächtlichen Einsätze, sowie Frau Seitz für den Bereitschaftsdienst, alle Eltern die uns im Hintergrund unterstützen und Herrn Pfarrer Hausner, der seinen Urlaub extra unterbochen hat!


Uns Leitern hat es wieder super gefallen - darum ist ein Zeltplatz auch schon für 03. bis 07. August 2013 reserviert.






Wer nicht genug bekommen kann, für den gibt es hier noch die Berichte von